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Mit den Königskindern durch den Advent: Wir stellen uns vor und binden einen Adventskranz

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Ich bin so aufgeregt, denn heute beginnt fast die schönste Zeit im Jahr: der Advent. Aber zuerst stelle ich mich mal vor: Ich heiße Marie und bin 8 Jahre alt. Mit meinen 3 jüngeren Brüdern lebe ich in einer kleinen Stadt. Meine Eltern wohnen natürlich auch dort. Und mein Kater, aber der lebt hauptsächlich auf der Straße. Ich habe mal die ganze Familie gemalt, damit man sich uns besser vorstellen kann:meine-familie Ich will euch dieses Jahr mal erzählen, warum ich die Adventszeit so gerne mag und was wir in der Familie alles in dieser besonderen Zeit machen. Ab dem ersten Dezember dürft ihr uns also auf unserem Weg Richtung Weihnachten begleiten.

Wenn ich an Heiligabend denke, kribbelt es in meinem Bauch vor Aufregung. Ich kann es kaum erwarten! Leider dauert es dieses Jahr besonders lange bis Weihnachten, aber zum Glück erleben wir Königskinder so viel, dass es uns (fast) nie langweilig wird.

Eigentlich beginnt der Advent immer schon ein paar Tage vor dem ersten Adventssonntag. Denn dann holt mein Papa aus dem Keller unsere Adventskisten. Wir haben eine schöne dunkelrote und einen alten Umzugskarton. Da sind so viele Sachen drin! Leider dürfen wir Kinder nicht darin herumkramen. Mama braucht daraus erstmal nur einige Dinge: adventskranz-bindeneinen Strohkranz , der schon ziemlich mitgenommen aussieht (Mama sagt, der heißt Kranzrohling. Das ist doch ein merkwürdiger Name, oder?), einen Teller und vier goldene Kerzenhalter. Dann ist da noch eine Rolle mit altem Draht, der Jahr für Jahr sorgfältig aufgerollt wird und dann mit dem Rohling wieder in die Adventskisten wandert. So brauchen wir nicht immer alles neu kaufen. Aber etwas muss doch jedes Jahr neu besorgt werden: vier Kerzen (Mama mag am liebsten rote. mir würden andere Farben aber auch ganz gut gefallen oder es gibt auch so Kerzen mit Glitzer) und Zweige. Meine Omas haben es gut, denn die gehen einfach mit der Gartenschere vor die Haustür und haben alle möglichen Bäume und Büsche, von denen sie sich ein paar Zweige abschneiden können. Dann trocknet der Kranz auch nicht so schnell und es besteht weniger Brandgefahr. Wir kaufen die Zweige einfach auf dem Markt.

adventskranzMeine Mama hat von ihrer Mama gelernt, wie man einen Kranz bindet. Ich passe immer gut auf, damit ich es auch lerne und später meinen Kindern beibringen kann.
Habt ihr auch Lust auf einen selbstgemachten Adventskranz? Wenn ihr keine Oma habt, die es euch erklärt, findet ihr auch ganz viele Anleitungen im Internet, z.B. hier. Das gab es früher noch nicht, sagt meine Mama. Kann man sich das vorstellen??

Ich liebe den Duft von frischen Tannenzweigen! Es riecht nun schon richtig nach Weihnachten. Und heute morgen gab es ein gemütliches Adventsfrühstück bei Kerzenschein. adventsfruhstuckIch hab mal ein Bild vom Vorjahr herausgesucht:

Mein Bruder Max war ganz enttäuscht, dass noch kein Adventskalender hing. Dabei ist doch noch gar kein Dezember! Er ist noch im Kindergarten und weiß es nicht so genau. Aber als er gerade losmotzte (was beinahe die feierliche Stimmung kaputtgemacht hätte), wisst ihr was wir da entdeckt haben? Ein kleines Päckchen, das unser kleiner Bruder Leon auspacken durfte (der hätte sonst auch losgeschrien- manchmal ist es wirklich nicht leicht mit Brüdern!). War das nicht lieb von Mama und Papa? Dabei war ja wirklich noch kein Adventskalendertag. Im Paket war ein Büchlein mit der Geschichte über die Entstehung des ersten Adventskranzes (das Büchlein findet ihr in der Pixi-Reihe W29). Den hat ein Pfarrer namens Johann Hinrich Wichern vor 170 Jahren in Hamburg erfunden, um armen Kindern ohne Mama und Papa das Warten auf Heiligabend leichter zu machen. Tag für Tag wurde eine Kerze mehr angezündet, dass es immer heller in der dunklen Adventszeit wurde bis Weihnachten, am Geburtstag vom Jesusbaby. Damals brauchten sie ein Wagenrad für so viele Kerzen (es waren 24), heute reicht unser Rohling für vier Stück.

Wir sangen noch die erste Strophe von „Wir sagen euch an den lieben Advent“. Dann mussten wir uns beeilen, damit wir noch pünktlich zur Messe kamen, denn dort sollte dann der Adventskranz gesegnet werden. Der Pfarrer hat dann überhaupt etwas ganz Verrücktes erzählt. Heute ist nämlich sowas wie Neujahr, weil nämlich ein neues Kirchenjahr beginnt. Hat das schon mal jemand gehört?

War unser erster Advent nicht aufregend? Ich hab doch gesagt, dass das Warten auf Heiligabend nicht schwer ist, wenn wir so viel erleben.

Wie habt ihr in eurer Familie den Beginn der Adventszeit gefeiert?

 

 

 

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