Startseite » Allgemein » Die O-Antiphonen – ein rätselhafter Brauch?!

Die O-Antiphonen – ein rätselhafter Brauch?!

Heute, am 17.12., beginnen die mysteriösen O-Antiphonen.

O-Antiphone_Bildkarten

Was -um Himmels willen- ist denn das?

Der Adventskalender leert sich merklich, der Countdown läuft und Weihnachten rückt näher. Die Königskinder wissen genau: nur noch siebenmal schlafen, dann hat das Warten ein Ende und das Christkind kommt endlich.

In der Oktav (also in den acht Tagen) vor Weihnachten gibt es in der katholischen Liturgie besondere Gesänge beim Abendlob (=Vesper). Wer in diesen Tagen die hl. Messe besucht, hört vielleicht die O-Antiphonen als Ruf vor dem Evangelium. Wir bitten darin Christus zu uns zu kommen und rufen ihn mit verschiedenen Messiastiteln an, die sich in den Prophezeiungen des Alten Testaments finden:

17.12.: Oh Weisheit

18.12.: Oh Adonai (=Herr)

19.12.: Oh Wurzel Jesse

20.12.: Oh Schlüssel Davids

21.12.: Oh Aufgang der Sonne

22.12.: Oh König der Völker

23.12.: Oh Immanuel (=Gott mit uns)

O-Antiphone sind also traditionelle liturgische Gesänge, in denen Christus mit unterschiedlichen messianischen Titeln angerufen wird, die alle mit dem Ausruf „O“ eingeleitet werden.

(Einige von euch kennen sicher auch Adventslieder, in denen es heisst: Oh komm, Immanuel… Sie gehen auch auf eine Strophe der O-Antiphonen zurück.)

Da diese Gesänge zum Abendgebet gehören, enden sie am 23.12., denn der 24.12. ist ja schon der Vorabend von Weihnachten, sehr gut bekannt als  „Heiligabend“.

Wir greifen zu Hause bei den Königskindern diese alte Tradition auf, da sie dabei helfen O-Antiphonen_Symbolekann, die Erwartung auf Weihnachten zu intensivieren. Dazu habe ich Symbole zu den Titeln auf violette (=liturgische Farbe des Advents) Tonkartonkreise gemalt und die Anrufungen auf Latein geschrieben. Warum denn das? Nur Geduld….

Auf der Rückseite steht der Anfangsbuchstabe des lateinischen Wortes.

Jetzt hängen alle Kärtchen mit Washi Tape befestigt am Jahresfestkreistisch.

O-Antiphonen_Jahresfestkreistisch

Heute haben die Köniskinder vor dem Abendgebet geraten, was das Symbol bedeuten könnte.

Nachdem wir das geklärt hatten, haben wir im neuen Gotteslob Nr. 792 gebetet (die Melodie kenne ich leider noch nicht). Teilweise habe ich versucht, die für Kinder etwas schwierigen Begriffe zu „übersetzen“.

Tipp für ältere Kinder: Im alten Gotteslob gibt es unter der Nummer 772 eine schöne Adventsandacht zu den Antiphonen. Dort findet man auch die passenden Bibelstellen.

Im Anschluss haben wir die Pappscheibe umgedreht und ganz rechts unter die Kreise geheftet.

das Rätsel um die O-Antiphonen_Teil 1

Wenn ihr das jeden Tag macht, dann ergibt sich am 23.12. folgende Buchstabenkombination:

E R O C R A S

= lateinisch: ero cras = deutsch: morgen werde ich da sein

Wer auch immer sich das ausgedacht hat?!  Jedenfalls erhöht es die Spannung, denn Rätsel mögen die Kinder gerne. Ich denke, sie wissen dann auch genau, wer da am 24. kommen wird 😉

 

 

 

 

 

Advertisements

Ein Kommentar zu “Die O-Antiphonen – ein rätselhafter Brauch?!

  1. Pingback: Rückblick: Das war unser Advent | Die Königskinder

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s